{"product_id":"spektrum-edition-nr-8-sprache-von-spektrum-der-wissenschaft","title":"Spektrum edition Nr. 8 - Sprache","description":"Liebe Leserinnen, liebe Leser, »die historische Sprachwissenschaft ähnelt eher der Archäologie«, schreibt die indische Linguistin Anvita Abbi in einem Beitrag zu dieser »edition«. Und es stimmt ja auch: So wie sich die einen durch die Schichten einer Siedlung graben, dringen die anderen Wort für (rekonstruiertes) Wort tiefer zu den Ursprüngen der Sprachen vor. Im Fall von Abbi sind dies die Idiome der Bewohner der Andamanen-Inseln, deren Wurzeln tief in die frühesten Migrationsbewegungen des modernen Menschen reichen. Was können uns solche Sprachen, die über Zehntausende von Jahren hinweg nur wenigen äußeren Einflüssen ausgesetzt waren, über das Heute erzählen?\nMit dem australischen Murrinhpatha hat sich die Journalistin Christin Kenneally einem weiteren, uns völlig fremdartigen, Idiom und seiner Erforschung angenähert. Es trotzte erfolgreich der diskriminierenden Sprachpolitik früherer australischer Regierungen. Und liefert heute neue Antworten auf die alte Frage, ob, wer anders spricht, auch anders denkt. Ich verrate wohl nicht zu viel, wenn ich sage, dass die Geschichte dieser Hypothese einige unerwartete Wendungen nimmt.\nUm unsere ganz persönliche sprachliche Alltagswelt geht es dagegen in einem weiteren Beitrag dieser Ausgabe: Wann klingt eine Sprache eigentlich schön? Das hat sich meine Kollegin Christiane Gelitz gefragt und dann dort recherchiert, wo es der linguistischen Forschung richtig schön unbehaglich ist. Denn ästhetische Urteile über Sprachen zu fällen, das klingt zu sehr nach dem Sprachchauvinismus des 19. Jahrhunderts. Doch ist unbestreitbar etwas dran am unterschiedlichen Wohlklang von, sagen wir mal, Deutsch und Italienisch. Das lässt sich auch erforschen, wie sich zeigt.\nSchließen möchte ich mit einem Zitat des Hirnforschers Rogier Mars, der im Interview auf die Frage, warum Schimpansen nicht sprechen können, ein wahres Wort gelassen ausspricht: »Schimpansen«, erklärt Mars, »haben einander nicht so viel zu erzählen.« Viel Vergnügen bei der Lektüre wünscht Ihnen Jan Dönges, Redaktion Spektrum der Wissenschaft.\u003cdiv class=\"aw-variant-hidden-subtitle-div\" id=\"aw-variant-subtitle-9783958929715\"\u003e\u003ch3\u003e\u003c\/h3\u003e\u003c\/div\u003e","brand":"Autorenwelt Shop","offers":[{"title":"Buch - 9783958929715","offer_id":56047311880517,"sku":"9783958929715","price":14.5,"currency_code":"EUR","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0940\/0622\/files\/fbabaa12-fae8-4069-9ee5-7a3959796bfd.jpg?v=1781327679","url":"https:\/\/shop.autorenwelt.de\/en\/products\/spektrum-edition-nr-8-sprache-von-spektrum-der-wissenschaft","provider":"Autorenwelt Shop","version":"1.0","type":"link"}